Smart Maintenance – Das Tor zur Digitalisierung

Auf den Herbstmessen war ein Trend klar erkennbar. Besonders der Mittelstand beschäftigt sich endlich intensiv mit der digitalen Transformation. Nach Jahren des zögerlichen Herantastens an das Thema, halbherzigen Pilotprojekten und der allgegenwärtigen Entschuldigung „Wir haben dazu doch keine Zeit und haben zu viel zu tun“ stellen viele Unternehmen jetzt fest, das sie einiges verschlafen haben.

Jetzt steckt die Industrie in der Krise und die internationale Konkurrenz überholt selbst früher unantastbare Marktführer rechts und links. Dieser Leidensdruck war anscheinend nötig, um besonders den deutschen Mittelstand aus seinem Dornröschenschlaf in Bezug auf die digitale Transformation zu wecken.

Natürlich zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Wenn das Geld knapp ist und gespart werden muss, tun sich viele Unternehmen schwer mit Investitionen in neue Technologien. Aber viele wissen, wenn sie jetzt nicht handeln, kann es zu spät sein!

Oft wissen Unternehmen auch nicht, wo sie jetzt am Besten starten oder welche Bereiche am meisten Sinn machen. Für eine sinnvolle Digitalisierungsstrategie braucht man Daten und muss die Produktionsprozesse ganzheitlich betrachten. Daten sind das Gold von morgen wie der spannende Anwenderbericht des Filteranlagenherstellers Herding in unserem Newsblog zeigt.

Anlagendaten sind Teil der modernen Instandhaltung und werden dort schon länger gesammelt. Dieser wertvolle Datenpool ist also ein optimaler Startpunkt für eine ganzheitliche Digitalisierung der Produktionsprozesse, um diese effizienter und profitabler zu gestalten. Klingt simpel, ist es aber nicht.

Studie „Instandhaltung im Wandel“

Eine aktuelle Studie des deutschen Softwareentwicklers osapiens in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik (IML) zeigt zwar, das fast alle Unternehmen (92 Prozent) von der Wirkung digitaler Instandhaltungslösungen überzeugt sind. Allerdings haben die meisten Unternehmen große Probleme, ihre Digitalisierungsreise fortzusetzen. Weniger als zwei von fünf Unternehmen nutzen digitale Lösungen, die einen nachweisbaren Return on Investment erzielen. Bei der Planung nutzen 29 Prozent der Unternehmen noch Exel-Listen. Und bei der Ausführung greifen noch 41 Prozent auf papierbasierte Checklisten zurück.

Für die Studie wurde ein fünfstufiges Modell entwickelt – der Maintenance Maturity Index. Er zeigt, wie Unternehmen von manuellen, reaktiven Praktiken zu intelligenter, vorausschauender Wartung übergehen und stellt einen praktischen Fahrplan für die vollständige Digitalisierung bereit. Die oberste Stufe haben nur fünf Prozent der befragten Unternehmen erreicht. Sie betreiben bereits vollständig vorausschauende Systeme.

Den vollständigen Beitrag zur die Studie finden Sie hier.

Predictive Maintenance – Die Zukunft der Instandhaltung

Unternehmen stehen unter dem Druck, ihre Betriebskosten zu senken, die Effizienz zu steigern und ungeplante Ausfallzeiten zu vermeiden. Predictive Maintenance bietet hierfür eine intelligente Lösung, indem sie Wartungsmaßnahmen nicht mehr nach festen Intervallen oder bei Ausfällen durchführt, sondern auf Basis von Daten und Prognosen.

Allerdings ist Predictive Maintenance auch kein Allerheilmittel und überfordert oft besonders mittelständische Unternehmen. Häufig macht es Sinn, mit kleinen Schritten zu beginnen, den Predictive Maintenance ist ein strategischer Ansatz, der die Einbeziehung aller Beteiligten erfordert, um erfolgreich zu sein. Einen Weg bis hin zur selbstlernenden Maschinen beschreibt Andreas Dettmer von Siemens in seinem Fachartikel auf unserem Newsblog. Darin erklärt er auch zukünftige Geschäftsmodelle wie Predictive Maintenance-as-a-Service.

Ein steiniger Weg

Viele Unternehmen stehen also vor großen Herausforderungen und brauchen deshalb fachkundige Unterstützung und Orientierungshilfen. Wann zum Beispiel Predictive Maintenance wirklich Sinn macht und warum 80 Prozent der Projekte erst einmal scheitern wird in dieser interessanten Diskussion auf You Tube erläutert.

Auf den Herbstmessen hat man gesehen: Es geht nicht mehr nur um den Verkauf einer weiteren Maschine oder Komponente, sondern vielmehr um praktikable, ganzheitliche Lösungsansätze. Der mittelständische Kunde will abgeholt und betreut werden. Und dabei müssen alle Unternehmensbereiche, vom CXO-Level bis zum Techniker an der Maschine, mitgenommen werden. Das ist natürlich eine Herausforderung in wirtschaftlich turbulenten Zeit. Aber wie Dr.-Ing. Thomas Heller, Managing Director der Fraunhofer Smart Maintenance Community anlässlich der erwähnten Studie sagte: „Viele Unternehmen schätzen sich digitalisierter ein, als sie wirklich sind. In der Regel sehen wir isolierte Systeme und keine vollständige Integration. Der nächste Schritt besteht darin, vorhandene Systeme miteinander zu verbinden und so Transparenz über Daten, Prozesse und Menschen zu schaffen. Hier fängt der wahre Wert der digitalen Instandhaltung an.“


Smart Maintenance Lounge auf der LogiMAT

Jetzt noch letzte Plätze sichern

Intralogistik und Instandhaltung wachsen durch Digitalisierung, Automatisierung und Datenanalyse immer enger zusammen. Beide Bereiche tragen entscheidend dazu bei, Prozesse robuster, effizienter und nachhaltiger zu gestalten – ein zentrales Ziel moderner Produktionslogistik.

Die LogiMAT ist also ein optimaler Ort, um smarte Instandhaltung sichtbar zu machen. Die Smart Maintenance Lounge bringt Anbieter und Entscheider in einem fokussierten Innovationsbereich zusammen – für Austausch, Inspiration und konkrete Projekte.

Die Smart Maintenance Lounge ist eine Mischung aus Technologietransfer und Kontaktplattform. Gezeigt wird der abteilungsübergreifende Einsatz moderner Instandhaltungstechnologien im gesamten Produktionsprozess. Auf den Demo-Points präsentieren die Anbieter praxisnah ihre Anwendungen und Lösungen zum Anfassen und Ausprobieren. Die Besucher können schon im Vorfeld über ein Matchmaking-System individuelle Gesprächstermine mit den Experten buchen, um ihre speziellen Anforderungen und Bedürfnisse zu diskutieren.

Ergänzend findet in Zusammenarbeit mit dem Forum Vision Instandhaltung FVI eine Podiumsdiskussion auf dem Vortragsforum der LogiMAT statt.

Da auf der bereits voll ausgebuchten Messe nur wenig Fläche zur Verfügung steht, ist die Teilnehmerzahl begrenzt. Also jetzt noch schnell einen Platz sichern!

Hier geht es zum Anmeldeformular


Digitalisierung für den Mittelstand mit Smart Maintenance

Viele KMU stehen vor der Herausforderung, Digitalisierung richtig zu greifen und umzusetzen. Smart Maintenance ist dafür der perfekte Startpunkt: geringe Hürden, messbare Effekte, echte Entlastung für Produktion und Instandhaltung. Produktionsfit will dem Mittelstand dafür Orientierung geben – schnell, verständlich und praxisnah. Mit dieser Roadshow bringen wir dieses Wissen genau dorthin, wo es wirken soll: in die Regionen, in die Betriebe, zu den Menschen, die jeden Tag Verantwortung tragen. Und zwar für alle Zielgruppen im Unternehmen: vom Entscheider-Level bis zum Mitarbeiter an der Maschine.

Digitalisierung ist die technologische Zeitenwende in den Unternehmen; viele KMU sind jedoch noch zurückhaltend oder unsicher, wie sie diese Veränderung konkret und bezahlbar umsetzen können. Das Konzept trifft zu 100% den Nerv der Zeit und der Zielgruppe. Es hilft den Mittelstand, sich zukunftsfähig aufzustellen – mit Smart Maintenance als perfektem, praxisnahen Digitalisierungseinstieg.

Das Format – passgenau & erlebbar

Ein inspirierender Vortragsblock für C-Level, praktische Themeninseln für Anwender, Q&A-Zonen für individuelle Fragen und ein Zukunftsbereich, in dem neue Weg und Technologien erlebbar werden. Abgerundet wird der Tag mit Networking, Wissenstransfer und dem Erfahrungsaustausch unter den Teilnehmern. Alles ist darauf ausgerichtet, die Vorteile von Smart Maintenance und Changemanagement greifbar zu machen – nicht theoretisch, sondern in Form von realen Szenarien, Technologien zum Anfassen und einem Wissenstransfer auf Augenhöhe. Es ist ein Format, das jeden abholt und alle weiterbringt.

Die Roadshow wird in enger Zusammenarbeit mit den regionalen Kammern und Wirtschaftsverbänden unter Einbeziehung wissenschaftlichen Institute vor Ort organisiert. So wird das entsprechende Lokalkolorit sichergestellt. Die ersten Veranstaltungen sind 2026 in Bayern geplant.


Neue Unternehmen auf InstandX

Wenn Sie auch in unserem Anbieterverzeichnis vertreten sein wollen oder mehr über die Roadshow Produktionsfit erfahren wollen kontaktieren Sie uns einfach. #neu

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